Die 10 x 10 Meter Insektenwiese
ein kleines Naturparadies voller Leben
Entdecke interaktiv, wie Wildblumen, Insekten, Nistplätze und natürliche Strukturen gemeinsam einen wertvollen Lebensraum schaffen.
Biodiversität
Sehr hoch
Fläche
100 m²
Interaktive 3D-Wiesenansicht
Klicke auf die markierten Bereiche der 10 × 10 m Fläche und entdecke die einzelnen Lebensräume, ihre Bewohner und ökologischen Funktionen.
Warum eine Insektenwiese?
Insektenwiesen leisten einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität und zum ökologischen Gleichgewicht.
Artenvielfalt fördern
Heimische Wildpflanzen und naturnahe Strukturen bieten Lebensraum für Hunderte Insektenarten, Vögel und Kleintiere.
Bestäubung sichern
Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge bestäuben Nutzpflanzen und sind unverzichtbar für unsere Ernährung.
Mikroklima verbessern
Grünflächen kühlen die Umgebung, speichern Wasser und schaffen ein angenehmes lokales Klima.
Umweltbildung
Eine Insektenwiese ist ein lebendiges Klassenzimmer für Kinder, Familien und Naturinteressierte.
Die wichtigsten Elemente
Jedes Element erfüllt eine spezifische ökologische Funktion und trägt zum Gesamtsystem bei.
Wildblumenbereich
Heimische Wildblumen wie Kornblume, Margerite und Wiesensalbei bieten Nektar und Pollen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
Kräuterzone
Blühende Kräuter wie Thymian, Oregano und Salbei locken besonders Wildbienen und Schwebfliegen an.
Insektenhotel
Ein geschützter Nistplatz für Wildbienen und andere nützliche Insekten zur Unterstützung der Fortpflanzung.
Totholzbereich
Alte Äste und Holzstücke bieten Lebensraum für Käfer, Spinnen, Asseln und Larven. Wichtig für den Nährstoffkreislauf.
Sandarium
Eine offene Sandfläche für bodennistende Wildbienen. Viele Arten nisten direkt im Boden.
Steinhaufen
Steine speichern Wärme und bieten Verstecke für Insekten, Eidechsen und andere Kleintiere.
Aufbauplan 10 × 10 m
So könnte die optimale Flächenverteilung auf 100 m² aussehen.
Wildblumen
Gräser
Kräuterzone
Sandarium
Steinhaufen
Totholz
Insektenhotel
Sonstiges
Im Jahreslauf
Die Wiese verändert sich mit den Jahreszeiten – jede bringt ihre eigene Magie.
Frühling
Erste Blüten erscheinen, Wildbienen starten ihre Aktivität. Krokusse und frühe Wildblumen bieten erste Nahrung.
Sommer
Hauptblütezeit mit maximaler Artenvielfalt. Schmetterlinge, Hummeln und viele Käferarten sind besonders aktiv.
Herbst
Samenstände bieten Nahrung für Vögel. Insekten suchen Rückzugsorte in Stängeln, Totholz und Steinen.
Winter
Überwinterung in hohlen Stängeln, Holz und Boden. Die stehenden Strukturen sind überlebenswichtig.
Pflegekalender
Eine Insektenwiese braucht wenig Pflege – aber zur richtigen Zeit.
März / April
Frühjahr
Fläche beobachten und kontrollieren. Nicht zu früh mähen – viele Insekten überwintern in Stängeln und Gräsern.
Mai - August
Sommer
Blütezeit – möglichst wenig eingreifen. Nur bei Bedarf invasive Arten entfernen. Wasserstelle regelmäßig auffüllen.
September / Oktober
Herbst
Teilmahd durchführen. Nicht die gesamte Fläche auf einmal mähen. Schnittgut entfernen, damit der Boden mager bleibt.
Winter
Dezember - Februar
Strukturen stehen lassen! Totholz nicht entfernen. Stängel und Gräser bieten wichtige Überwinterungsplätze.
Projekt starten
Plane deine eigene Insektenwiese – egal ob 10, 50 oder 100 m². Schon kleine Flächen machen einen großen Unterschied.
Wildblumenbereich
Hier wachsen heimische Blütenpflanzen wie Kornblume, Margerite, Wiesensalbei, Natternkopf und Klatschmohn. Sie bieten Nektar und Pollen und sind die Hauptnahrungsquelle für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Käfer. Eine lange Blühzeit von Frühling bis Herbst ist besonders wertvoll.
Pflegehinweis
Nur ein- bis zweimal im Jahr mähen, am besten gestaffelt. Schnittgut entfernen, damit der Boden mager bleibt und viele verschiedene Arten wachsen können.
Kräuterzone
Blühende Kräuter wie Thymian, Oregano, Salbei und Schnittlauch locken viele Bestäuber an. Sie sind besonders wertvoll für Wildbienen und Schwebfliegen. Kräuter bevorzugen sonnige Standorte und magere Erde.
Pflegehinweis
Sonnigen Standort wählen, Boden mager halten. Verblühte Stängel über Winter stehen lassen als Insekten-Quartier.
Insektenhotel
Ein geschützter Nistplatz für Wildbienen und andere nützliche Insekten. Bietet wichtige Unterstützung bei der Fortpflanzung in aufgeräumten Landschaften. Trocken, sonnig und windgeschützt aufstellen.
Pflegehinweis
Trocken, sonnig (Süd-Süd-Ost) und windgeschützt aufstellen. Ganzjährig stehen lassen, da Larven darin überwintern.
Totholzbereich
Alte Äste, Holzstücke und Baumrinde bieten Lebensraum für Käfer, Spinnen, Asseln und Larven. Totholz ist kein Abfall, sondern ein wichtiger Teil des Ökosystems.
Pflegehinweis
Holz möglichst ungestört liegen lassen. Niemals abräumen – auch nicht "aus optischen Gründen".
Sandarium
Eine offene Sandfläche für bodennistende Wildbienen. Viele Wildbienenarten nisten nicht in Insektenhotels, sondern direkt im Boden. Eine sonnige Sandfläche ist deshalb ein besonders wertvoller Lebensraum.
Pflegehinweis
Sandfläche offen halten und nicht bepflanzen. Bei Bedarf Aufwuchs vorsichtig zupfen, damit die Fläche frei bleibt.
Steinhaufen
Steine speichern Wärme und bieten Verstecke für Insekten und kleine Tiere. Sie schaffen ein eigenes Mikroklima und sind wichtige Rückzugsorte.
Pflegehinweis
Nicht ständig umsetzen oder reinigen. Moos und Flechten dürfen wachsen.